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Die Dunkelkammer
Was brauchst du alles?

Eine Dunkelkammer kannst du ganz einfach zuhause einrichten – dafür brauchst du auch keinen eigenen Raum. Ein abgedunkeltes Badezimmer reicht völlig aus. Platz für den Vergrößerer findest du zum Beispiel auf der Waschmaschine, und mit ein paar Regalbrettern quer über der Badewanne hast du im Handumdrehen genügend Ablagefläche für die Laborschalen.
Mehr braucht es oft gar nicht. Im folgenden Abschnitt zeige ich dir, welche Ausrüstung du wirklich benötigst und worauf du beim Einrichten deiner Dunkelkammer achten solltest.
Grundausstattung für die Negativentwicklung

Du hast einen Film vollgeknipst – jetzt geht es ans Eingemachte!
Als Erstes musst du den Film aus der Patrone holen. Dafür brauchst du entweder einen Filmrückholer oder einen Patronenöffner beziehungsweise ganz einfach einen Flaschenöffner. Mit dem Filmrückholer kannst du den Filmanfang bei Tageslicht aus der Patrone ziehen. Ganz ehrlich: Bei mir funktioniert das nicht immer. Meistens greife ich doch zum Flaschenöffner und knacke die Patrone direkt.
Das Ganze passiert natürlich im Dunkeln. Wirklich dunkel. Kein Rotlicht! Moderne Filme sind auch für rotes Licht empfindlich.
Alternativ kannst du einen lichtdichten Wechselsack verwenden, ich mache den gesamten Prozess aber einfach im abgedunkelten Badezimmer.
Ist der Film aus der Patrone, schneidest du Anfang und Ende sauber zu und fädelst ihn auf die Spirale des Entwicklertanks. Anschliessend kommt die Spirale in die Entwicklerdose und diese wird lichtdicht verschlossen. Jetzt darf das Licht wieder an.
Die Chemie

Für die Entwicklung eines Schwarzweissfilms brauchst du überraschend wenig Chemie.
Als Entwickler kannst du praktisch jeden Schwarzweiß Entwickler verwenden. Bewährt haben sich zum Beispiel Rodinal, D-76 oder HC-110.
Als Stoppbad genügt Wasser. Das funktioniert problemlos. Wenn du ein klassisches Stoppbad verwenden möchtest, kann ich Adostab Eco empfehlen. Es ist geruchlos und besitzt einen Farbindikator, der anzeigt, wann das Bad erschöpft ist. Spätestens beim Printen solltest du jedoch ein richtiges Stoppbad verwenden. Danach braucht der Film einen Fixierer, damit das Bild dauerhaft haltbar wird. Ich verwende dafür gerne den Expressfixierer Adofix Plus.
Für das Schlussbad empfehle ich ein Netzmittel mit Bildstabilisator. Mit destilliertem Wasser angesetzt trocknen die Negative praktisch fleckenfrei und sind zusätzlich besser gegen UV-Einflüsse geschützt. Das gilt übrigens auch für fertige Silbergelatineabzüge.
Laborflaschen

Für die Chemie benötigst du vier Laborflaschen: eine für den Entwickler, eine für das Stoppbad, eine für den Fixierer und eine für das Stabilisationsbad.
Ausserdem hat sich bei mir eine Kunststoffwanne mit ungefähr 40 × 30 × 20 cm bewährt. Sie dient als Wasserbad, um die Chemie auf die richtige Temperatur zu bringen.
Ein Trichter erleichtert das Zurückgiessen der Chemie in die Flaschen. Die meisten Chemikalien kannst du mehrfach verwenden. Nur Einmalentwickler gehören nach Gebrauch in einen Sammelkanister und später zum Recyclinghof.
Drei handelsübliche Messbecher mit einem Liter Fassungsvermögen reichen vollkommen aus. Einen für den Entwickler, einen für den Fixierer und einen für Wasser.
Timer

Ohne Timer geht es nicht. Entwickler- und Fixierzeiten sollten möglichst genau eingehalten werden.
Dafür reicht ein günstiger Labortimer oder ganz einfach eine App auf deinem Smartphone.
Temperatur
Ein Thermometer ist unverzichtbar. Die meisten Schwarzweissentwickler sind auf 20 °C ausgelegt und sollten auch bei dieser Temperatur verwendet werden. Ich benutze dafür ein einfaches digitales Laborthermometer. Das reicht völlig aus.
Notizen

Führe ein Notizbuch.
Schreibe auf, welchen Film du verwendet hast, mit welcher Kamera er belichtet wurde, welchen Entwickler du eingesetzt hast, welche Verdünnung du gewählt hast und wie dein Kipprhythmus war.
Später wirst du froh sein, wenn du gute Ergebnisse nachvollziehen und wiederholen kannst.
Sicherheit

Wir reden hier über Chemie. Also tu dir selbst einen Gefallen und arbeite mit Schutzhandschuhen und Schutzbrille.
Auch wenn bei der Schwarzweissentwicklung keine hochgefährlichen Stoffe zum Einsatz kommen, sollten Chemikalien weder in die Augen noch auf die Haut gelangen. Eine Augendusche oder zumindest eine Möglichkeit zum sofortigen Ausspülen sollte griffbereit sein.
Trocknen

Nach dem Wässern hänge ich die Filme im Badezimmer über der Badewanne zum Trocknen auf.
Unten beschwere ich sie mit Filmklammern oder ganz normalen Wäscheklammern. Dadurch bleiben die Streifen schön gerade und rollen sich nicht ein.
Archivieren
Sobald die Negative vollständig getrocknet sind, schneide ich sie in Streifen und lagere sie in Archivhüllen aus Polypropylen.
Diese kommen anschliessend in einen Archiv-Ringordner. So bleiben die Negative sauber, geschützt und jederzeit griffbereit.
Und jetzt?

Damit hast du alles, was du brauchst, um Schwarzweissfilme selbst zu entwickeln.
Die fertigen Negative kannst du scannen, abfotografieren oder zum Scannen in ein Labor schicken.
Oder du gehst noch einen Schritt weiter: Du beginnst zu printen und hältst schon bald deinen ersten eigenen Silbergelatineabzug in den Händen. Dafür brauchst du zwar etwas mehr Material und Chemie – aber genau darum geht es im nächsten Abschnitt.
Checkliste: Das brauchst du zum Entwickeln von Schwarzweissfilm
Grundausrüstung
☐ Filmrückholer oder Flaschenöffner / Patronenöffner
☐ Lichtdichter Wechselsack oder komplett abgedunkelter Raum
☐ Schere
☐ Entwicklerdose mit Spirale
☐ Thermometer
☐ Trichter
☐ Notizbuch und Stift
Chemie
☐ Schwarzweissentwickler (z. B. Rodinal oder HC-110)
☐ Stoppbad (optional: Wasser genügt für die Filmentwicklung)
☐ Fixierer (z. B. Adofix Plus)
☐ Netzmittel mit Bildstabilisator
☐ Destilliertes Wasser für das Schlussbad
Laborflaschen & Zubehör
☐ 4 Laborflaschen für die angesetzte Chemie
☐ Kunststoffwanne als Wasserbad (ca. 40 × 30 × 20 cm)
☐ Messbecher zum Ansetzen der Chemie
Zum Trocknen
☐ Filmklammern oder Wäscheklammern
☐ Staubarmer Ort zum Trocknen der Negative
Weiteres
☐ Sammelkanister für verbrauchte Chemie
☐ Timer oder Stoppuhr
☐ Einweg-Handschuhe
☐ Schutzbrille
Zum Archivieren
☐ Archivhüllen aus Polypropylen
☐ Archiv-Ringordner
Grundausstattung für deine ersten Abzüge
Du hast deine ersten Filme entwickelt und hältst Negative in den Händen. Schön und gut. Aber ganz ehrlich: Die Magie beginnt erst in der Dunkelkammer. Ein selbst gemachter Silbergelatineabzug hat einfach etwas, das kein Scan und kein Inkjet-Druck ersetzen kann.
Damit du loslegen kannst, brauchst du etwas mehr Ausrüstung als für die Filmentwicklung. Vieles bekommst du gebraucht, manches kannst du improvisieren. Hier zeige ich dir, was ich tatsächlich verwende und worauf du am Anfang achten solltest.
Die Chemie

Für die Papierentwicklung brauchst du einen Universalentwickler. Ich verwende gerne den PQ Universal von Ilford oder einen Entwickler von Moersch. Flüssigentwickler sind meiner Meinung nach angenehmer im Handling als Pulverentwickler und für Einsteiger unkomplizierter.
Ein Stoppbad brauchst du, um die Entwicklung sofort zu unterbrechen. Ich verwende eines mit Farbindikator (Adostop Eco). So sehe ich auf einen Blick, wann das Bad erschöpft ist.
Danach kommt der Fixierer. Hier verwende ich denselben wie für die Filmentwicklung: Adofix Plus. Funktioniert zuverlässig und vereinfacht die Lagerhaltung.
Zum Schluss empfehle ich ein Netzmittel mit Bildstabilisator. Dadurch trocknen die Abzüge fleckenfrei und bleiben langfristig besser geschützt.
Fotopapier

Für den Anfang würde ich ganz klar PE-Papier empfehlen. Das kunststoffbeschichtete Papier lässt sich schnell entwickeln, wässern und trocknen. Perfekt zum Lernen.
Achte darauf, Papier mit variabler Gradation zu kaufen. So kannst du den Kontrast selbst steuern und musst nicht mehrere Packungen mit unterschiedlichen Gradationen lagern.
Bei der Grösse solltest du nicht zu klein denken. Ich arbeite gerne mit 17,8 × 24 cm. Das ist gross genug, um den fertigen Abzug auch einmal an die Wand zu hängen. Natürlich kannst du mit kleineren Formaten starten, aber ehrlich gesagt würde ich das nicht machen.
Denk daran: Für jedes Papierformat brauchst du passende Laborschalen. Kauf deshalb gleich die Grösse, mit der du langfristig arbeiten möchtest.
Messbecher, Laborflaschen und Mensuren

Ich verwende ganz normale Haushalts-Messbecher. Einen für Entwickler, einen für Fixierer und einen ausschließlich für Wasser. Beschrifte sie und verwende sie nur für diesen Zweck!
Zwei Mensuren reichen vollkommen aus: eine mit 25 ml und eine mit 100 ml Fassungsvermögen.
Dazu kommen Laborflaschen für die angesetzte Chemie. Laborflaschen kann man nie genug haben. Entwickler, Stoppbad, Fixierer, zweites Fixierbad, Netzmittel – da kommt schnell einiges zusammen.
Ein Stück Panzerband auf der Flasche wirkt Wunder. Chemie draufschreiben, Datum dazu und fertig. Beim Fixierer führe ich zusätzlich eine Strichliste, damit ich weiss, wie viele Abzüge bereits darin fixiert wurden.
Laborschalen
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Du brauchst mindestens drei Schalen: Entwickler, Stoppbad und Fixierer.
Ich arbeite lieber mit vier Schalen und verwende zwei getrennte Fixierbäder. Das erhöht die Archivfestigkeit der Abzüge.
Zusätzlich verwende ich eine grosse Kunststoffwanne als Wasserbad für fixierte Abzüge und Teststreifen sowie eine weitere Schale für das Schlussbad.
Falls du später mit Selen oder Sepia tonst, brauchst du zusätzliche Schalen für Toner und Bleichbad.
Zu den Schalen gehören auch Laborzangen. Nimm die aus Metall mit Gummilippe, nicht die aus Plastik.
Ich verwende eine eigene Zange für den Entwickler, eine für Stopp- und Fixierbad und eine weitere für Toner. So vermeidest du unnötige Verunreinigungen.
Der Vergrösserer

Der Vergrösserer ist das Herzstück deiner Dunkelkammer.
Er projiziert das Negativ auf das Fotopapier und bestimmt Grösse und Schärfe des späteren Bildes. Dazu gehören die passende Negativbühne und ein Objektiv für dein Filmformat.
Vergiss auch die Zeitschaltuhr nicht. Sie steuert die Belichtungszeit deutlich präziser als wenn du selbst die Sekunden runterzählst.
Da meine Dunkelkammer im Badezimmer steht und hinter dem Vergrösserer weisse Fliesen sind, stelle ich zusätzlich einen mattschwarzen Karton dahinter. Das reduziert störendes Streulicht. Der restliche Raum darf Weiß bleiben, dann siehst du auch besser im Rotlicht.
Der Maskenrahmen

Ein Maskenrahmen hält das Fotopapier während der Belichtung plan und sorgt für saubere, gleichmäßige Bildränder. Das erleichtert nicht nur das Arbeiten, sondern ermöglicht auch reproduzierbare Ergebnisse, wenn du mehrere Abzüge desselben Motivs anfertigen möchtest.
Hochwertige Maskenrahmen sind neu allerdings oft überraschend teuer. Deshalb lohnt sich ein Blick auf den Gebrauchtmarkt, wo sich häufig gut erhaltene Modelle zu einem Bruchteil des Neupreises finden lassen. Falls du dort nicht fündig wirst, ist das kein Problem: Für den Einstieg reicht auch ein schwarzes Passepartout aus säurefreiem Karton, das du dir auf das gewünschte Format zuschneiden lässt. Damit kannst du ebenfalls saubere Bildränder erzeugen und musst nicht sofort in einen teuren Maskenrahmen investieren.
Timer

Ein Labortimer mit Timer- und Stoppuhrfunktion gehört zur Grundausstattung jeder analogen Dunkelkammer. Präzise Zeiten sind bei der Filmentwicklung und beim Vergrößern entscheidend, da bereits wenige Sekunden das Ergebnis sichtbar beeinflussen können.
Ein zuverlässiger Labortimer sorgt für reproduzierbare Ergebnisse, erleichtert den gesamten Entwicklungsprozess und hilft dabei, konstante Qualität bei jedem Negativ und jedem Abzug zu erzielen.
Die Laborleuchte
Ohne Rotlicht geht in der Dunkelkammer gar nichts. Eine geeignete Laborleuchte ermöglicht es dir, sicher zu arbeiten, ohne das Fotopapier ungewollt zu belichten. Dabei gilt: Sie sollte hell genug sein, damit du Chemieschalen, Werkzeuge und Papier gut erkennen kannst, das Fotopapier aber keinesfalls verschleiern.
Ob dein Rotlicht wirklich sicher ist, solltest du vor den ersten Abzügen unbedingt mit einem Schleiertest überprüfen. Denn selbst vermeintlich geeignete Leuchten oder zu helle LEDs können das Fotopapier beeinträchtigen und den Bildkontrast verschlechtern. Ein kurzer Schleiertest gibt dir die Gewissheit, dass du unter deinen Arbeitsbedingungen bedenkenlos arbeiten kannst.
Wie ein Schleiertest genau funktioniert und worauf du dabei achten solltest, erkläre ich in einem eigenen Beitrag hier auf dem Blog.
Scharfstellhilfe

Ein Kornscharfsteller erlaubt dir, direkt auf die Kornstruktur des Films scharfzustellen. Dadurch kannst du den Vergrößerer deutlich präziser fokussieren, als es mit bloßem Auge möglich ist – insbesondere bei größeren Vergrößerungen.
Braucht man das unbedingt? Nein. Macht es das Leben leichter? Absolut. Gerade wenn du regelmäßig Abzüge anfertigst oder das Maximum an Schärfe aus deinen Negativen herausholen möchtest, ist ein Kornscharfsteller eine sinnvolle Investition. Er spart Zeit, reduziert Unsicherheiten beim Scharfstellen und sorgt dafür, dass deine Prints konstant scharf werden (vor allem wenn du - wie ich - nicht mehr die allerbesten Augen hast).
Blasebalg und Antistatik-Pinsel

Staub ist der natürliche Feind beim Vergrößern. Jedes noch so kleine Staubkorn auf dem Negativ oder in der Negativbühne wird mit auf das Fotopapier projiziert und ist auf dem fertigen Abzug deutlich sichtbar. Das führt nicht nur zu unschönen Flecken, sondern kostet auch Zeit bei der Nachbearbeitung oder macht einen erneuten Abzug nötig.
Mit einem Blasebalg und einem Antistatik-Pinsel entfernst du Staub und Fussel schonend, ohne das empfindliche Negativ zu beschädigen. Ein sauberes Objektiv ist ebenfalls wichtig, weshalb ein weiches Objektiv-Reinigungstuch zur Grundausstattung gehört. Wer sich angewöhnt, Negative, Negativbühne und Objektiv vor jeder Vergrößerung kurz zu reinigen, erspart sich später viel Ärger und erhält deutlich sauberere Abzüge.
Leuchtpult und Lupe

Bevor du überhaupt mit dem Vergrößern beginnst, musst du entscheiden, welches Negativ den Weg aufs Fotopapier schafft. Ein Leuchtpult in Kombination mit einer Standlupe ist dafür die ideale Hilfe. So kannst du deine Negative bequem betrachten, Schärfe und Belichtung beurteilen und interessante Bilddetails erkennen.
Gerade bei einem ganzen Filmstreifen spart diese Arbeitsweise viel Zeit, weil du nicht jedes Bild probeweise vergrößern musst. Stattdessen triffst du deine Auswahl direkt am Leuchtpult und kannst den Bildausschnitt sowie das Potenzial eines Negativs bereits im Vorfeld einschätzen. Das macht den gesamten Vergrößerungsprozess effizienter und hilft dir dabei, die besten Aufnahmen gezielt auszuarbeiten.
Teststreifen

Teststreifen sparen Papier, Zeit und Nerven. Bevor du einen vollständigen Abzug belichtest, kannst du mit einem Teststreifen die optimale Belichtungszeit ermitteln. Dafür benötigst du nichts weiter als ein Stück schwarzen Karton, mit dem du Teile des Fotopapiers während der Belichtung schrittweise abdeckst.
Nach der Entwicklung zeigt dir der Teststreifen auf einen Blick, welche Belichtungszeit die besten Ergebnisse liefert. So vermeidest du unnötige Fehlversuche, sparst Fotopapier und Chemie und gelangst deutlich schneller zu einem gelungenen Abzug. Gerade bei schwierigen Negativen oder wechselnden Kontrasten gehören Teststreifen deshalb zu den wichtigsten Hilfsmitteln in der analogen Dunkelkammer.
Sicherheit

Auch in der analogen Dunkelkammer arbeitest du mit Chemikalien. Deshalb gehören Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille zur Grundausstattung. Beides kostet wenig, schützt Haut und Augen zuverlässig und sollte bei jedem Entwicklungsdurchgang selbstverständlich sein.
Ebenso sinnvoll ist eine Augenspülflasche mit steriler Augenspüllösung. Sollte versehentlich Entwickler, Stoppbad oder Fixierer ins Auge gelangen, kannst du sofort reagieren und das Auge gründlich ausspülen, bis weitere Hilfe verfügbar ist. Solche Unfälle sind selten, aber im Ernstfall zählt jede Sekunde – deshalb sollte eine Augenspülung in keiner Dunkelkammer fehlen.
Und jetzt?
Mit dieser Ausrüstung bist du bestens vorbereitet, um deine ersten eigenen Silbergelatineabzüge anzufertigen. Jetzt beginnt der eigentliche kreative Teil: experimentieren, ausprobieren und aus jedem Abzug etwas Neues lernen.
Am Anfang wird nicht jeder Print perfekt sein – und genau das gehört dazu. Mit jeder Belichtung, jedem Teststreifen und jeder kleinen Anpassung entwickelst du ein besseres Gespür für deine Negative und den gesamten Vergrößerungsprozess. Gerade diese Mischung aus handwerklichem Arbeiten und kreativem Experimentieren macht den Reiz der analogen Dunkelkammer aus.
Jeder Abzug ist ein handgefertigtes Unikat, das du Schritt für Schritt selbst erschaffen hast. Nimm dir Zeit, genieße den Prozess und hab vor allem eines: viel Spaß in der Dunkelkammer!
Checkliste: Grundausstattung für deine ersten Abzüge
Chemie
☐ Papierentwickler (z. B. Ilford PQ Universal oder Moersch)
☐ Stoppbad
☐ Fixierer (z. B. Adofix Plus)
☐ Netzmittel / Bildstabilisator
Fotopapier
☐ PE-Papier mit variabler Gradation
☐ Passendes Format (z. B. 17,8 × 24 cm)
Messen & Ansetzen
☐ 3 Messbecher (1 Liter)
☐ Mensur 25 ml
☐ Mensur 100 ml
☐ Rührstab oder Mischlöffel
☐ Laborflaschen
☐ Panzerband und Marker zur Beschriftung
Schalen & Zubehör
☐ Entwicklerschale
☐ Stoppbadschale
☐ 2 Fixierschalen
☐ Schale für Netzmittel
☐ Kunststoffwanne als Wasserbad
☐ Laborzangen
Vergrössern
☐ Vergrösserer
☐ Negativbühne
☐ Passendes Vergrösserungsobjektiv
☐ Zeitschaltuhr
☐ Maskenrahmen oder schwarzes Passepartout
Kontrolle & Vorbereitung
☐ Rotlichtlampe
☐ Kornscharfsteller
☐ Leuchtpult
☐ Lupe
☐ Blasebalg
☐ Antistatik-Pinsel
☐ Objektiv-Reinigungstuch
Teststreifen
☐ Schwarzer Karton zum Abdecken
Sicherheit
☐ Schutzhandschuhe
☐ Schutzbrille
Optional
☐ Selentoner
☐ Sepiatoner
☐ Zusätzliche Schalen für Toner und Bleichbad