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PE oder Barytpapier – Welches Fotopapier ist das richtige?

  • Autorenbild: Harald Siutz
    Harald Siutz
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Fotopapier
Fotopapier

Wer seine ersten Schwarzweißabzüge in der Dunkelkammer macht, stößt früher oder später auf zwei Begriffe: PE-Papier und Barytpapier.

Doch worin unterscheiden sich die beiden eigentlich? Und welches Papier eignet sich für Anfänger?

Die kurze Antwort: Beide haben ihre Berechtigung. Es kommt darauf an, was du erreichen möchtest.


Was ist PE-Papier?

PE steht für Polyethylen.

Das Papier ist auf beiden Seiten mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Dadurch dringen Entwickler und Wasser kaum in das Papier ein.

Das hat einige Vorteile.


Vorteile von PE-Papier

  • kurze Wässerungszeit

  • trocknet schnell

  • bleibt nahezu plan

  • einfacher zu verarbeiten

  • günstiger als Barytpapier

Gerade für Anfänger ist PE-Papier ideal. Man sieht schnell Ergebnisse und muss sich kaum Gedanken über das Trocknen oder das Planlegen machen.


PE trocknet schön plan
PE trocknet schön plan

Was ist Barytpapier?

Barytpapier besitzt keine Kunststoffschicht.

Zwischen Papier und Emulsion befindet sich eine Schicht aus Bariumsulfat – daher der Name.

Dadurch wirkt die Oberfläche oft hochwertiger und die Bilder erhalten eine besondere Tiefe.

Viele Fotografen empfinden Barytabzüge als edler und lebendiger.


Vorteile von Barytpapier

  • wunderschöne Tonwerte

  • sehr hohe Maximalschwärze

  • edle Haptik

  • verschiedene Oberflächen

  • gilt als besonders hochwertig und langlebig

Vor allem für Ausstellungen oder den Verkauf greifen viele Fotografen zu Barytpapier.


Nachteile von Barytpapier

Der höhere Qualitätsanspruch hat allerdings seinen Preis.

Barytpapier ist:

  • deutlich teurer

  • länger zu wässern (seeehr lange!)

  • trocknet wesentlich langsamer

  • wellt sich beim Trocknen

  • benötigt oft eine Presse oder späteres Planlegen


Welches Papier eignet sich für Anfänger?

Wenn du gerade erst mit dem Vergrößern beginnst, würde ich dir PE-Papier empfehlen.

Es verzeiht Fehler, spart Zeit und ist günstiger. So kannst du ohne schlechtes Gewissen verschiedene Belichtungen ausprobieren.

Sobald du die Grundlagen beherrschst, lohnt sich der Umstieg auf Barytpapier.


Meine Empfehlung

Ich persönlich arbeite für feine Abzüge inzwischen fast nur noch mit Barytpapier.

Ja, es ist teurer und aufwendiger zu verarbeiten. Aber für mich lohnt sich der Mehraufwand. Die Haptik, die Bildtiefe und die Tonwerte gefallen mir einfach besser.

Für Arbeitsabzüge oder zum Testen verwende ich dagegen gerne PE-Papier. Es spart Zeit und Chemie.


Fazit

Es gibt kein "besseres" Papier – nur das passende für deinen Einsatzzweck.

PE-Papier ist ideal zum Lernen, Üben und für schnelle Abzüge.

Barytpapier verlangt etwas mehr Geduld, belohnt dich dafür aber mit einer besonderen Bildwirkung und einer hochwertigen Haptik.

Wenn du beide einmal ausprobiert hast, wirst du schnell merken, welcher Papiertyp besser zu dir passt.

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